Weltenwanderer aus Georgien - sein Leben sein Werk

Ist das Leben ein Tanz?

Dr. Ingrid Leonie Severin / Kunst- und Kulturwissenschaftlerin
und Otmar Böhmer / Geschäftsführer der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

„Ein Bild, eine Lebenshaltung. Ganz wie die Bilder des georgischen Künstlers Georgi Guraspashvili. Sie sind Zeugnis einer Haltung dem Leben gegenüber, die eng verknüpft ist mit den biografischen Rahmenbedingungen die ein Land hergibt, das sich historisch immer schon im Ausnahmezustand befand, heute zu einem Amalgam verschiedener Einflüsse und Traditionen heran gediehen ist. georgGeorgi, ein Mensch voller Energie, der gerne lebt, gerne liebt, intensive Freundschaften pflegt und sich in der Welt bewegt, um zu bewegen. Seine Bilder sind gezeichnet von genau dieser ihm eigenen großen Lebendigkeit, sie sind luftig in jedem Strich und jeder Farbfläche, allesamt Setzungen, die gar nicht dem Mischmasch der mystischen und gewaltigen Geschichte des Landes und seiner Bewohner entsprechen – obschon die Koloristik dies vermuten ließe. Die klaren Formen, die er immer wieder neu findet sind anschmiegsam, elastisch, weich, rund und ansprechend. Die dynamische Linie erzeugt Schwebezustände. Ob nun Landschaft oder Frauengestalten als abstrahierte Kürzel, dort wo die Linie oder Farbe auftritt, schmiegen sie sich auf das Papier, wie von einer weichen Feder dahinge-haucht, ganz so wie die Tänzerinnen in der Lebensfreude des Henri Matisse sich scheinbar sanft und leicht vom Bildgrund abheben wollen.

Das Leben ein Tanz? Dieser Katalog stellt die Vielseitigkeit eines Künstlers vor, der mit sicherer Hand, in Malerei und Grafik Bilderwelten schafft, die stark von seiner Georgischen Herkunft geprägt sind. Zwar zwängen sich bei einzelnen Blättern Assoziationen an Arbeiten von Chagall, Modigliani und Matisse von selbst auf, aber Georgis Bilder haben ihre eigene Identität und Geschichte, erzählen von einem wunderbaren Land, von Liebe und vor allem von der Freundschaft und der Freude am Leben an und für sich.“

Grundriss

1959 in Tiflis, Georgien, geboren. Studium an der an der Staatlichen Akademie der Künste Tiflis, Georgien, wo er später als Professor für Malerei und Zeichnung beruft wurde. Da setzt er sich aktiv für die Förderung der jungen, begabten Künstler des Kaukasus ein.

1989 wird er Mitglied des Künstlerverbandes der UdSSR.

Nach Öffnung der Sowjetunion – zahlreiche internationale, vielbeachtete Kunstausstellungen.

Prof. Guraspashvili ist Träger vieler Auszeichnungen, darunter, 1999 – die Goldmedaille für Aquarell der Malta-Biennale in la Valletta / Malta. Wolfgang Prinz  stellte damals seine Kunst der Dame Francoise Tempra  auf der Malta Biennale vor, wo sie seine Kunst auch für ihr eigenes Museum erwirbt.

Mehrere künstlerische Projekte mit Kurt Dörpinghaus im Geflecht tief empfundener Freundschaftsbeziehungen.

Kurt Dörpinghaus über Georgi Guraspashvili  

Mit dem Düsseldorfer Galerist und Kunstexperte Ralf Plein  verbinden Georgi viele Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit. In einer aktiven Kooperation haben sie gemeinsam einen regen Kulturaustausch mit georgischen und deutschen Künstlern in beiden Ländern angeregt organisiert und durchgeführt. Die stattgefundenen Ausstellungen und Vernissage in den Städten, wie  Tiflis, Pirmasens, Düsseldorf und vielen anderen hatten riesigen Erfolg. 

der Essener Galerist Clemens Hemsing und andere namhafte  Galeristen organisieren für ihn zahlreiche Ausstellungen im Westen.

2000 mitwirkte Prof. Guraspashvili zusammen mit Galerie Ralf Plein an der Organisation der Ausstellung von Jörg Immendorff in der Nationalgalerie in Tiflis im Rahmen des Besuches von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Mit dem Künstler Helmut Theodor nimmt er 2008 an China-North-East Kultural Indastries Fair in Shenyang / China „Malerei aus dem Westen“ teil.

Helmut Theodor über Georgi Gusparashvili  

2011 entstand eine faszinierende Zusammenarbeit an dem Projekt für Kunst und Wissenschaft mit Reichhard Beyer in Chemnitz.

Reichard Beyer über Georgi Guraspashvili

Georgi lernte die Kunst von seinem Vater Guram Guraspashvili. Dieser war Dekan an der Kunstakademie Tiflis, obwohl er nie in der kommunistischen Partei war. Heute setzt die Familiengeschichte Sohn von Georgi Nikoloz Guraspashvili – ein talentierter und vielseitig begabter junger Künstler, der aktuell in Köln wohnt und an der Internationaler Filmschule (IFS Köln)  studiert, fort. Die Künstlertradition der Familie GURASPASHVILI geht weiter.